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Obersteiermark

VERBINDUNGSGLIED ZWISCHEN INDUSTRIE UND UNIVERSITÄT ÖSTERREICHISCHES GIESSEREI‐INSTITUT (ÖGI), LEOBEN Wenn man ein kaputtes Bein hat oder sich einen Bänderriss zugezogen hat, fährt man ins Krankenhaus, um sich einer Computertomografie zu unterziehen. Diese Untersuchung wird durchgeführt, wenn Röntgenbilder nicht mehr ausreichen und mehrere Schnittbilder benötigt werden. Das gleiche Prinzip wird im Österreichischen Gießerei‐Institut (ÖGI) angewandt. Hier geht es jedoch nicht um Knochenbrüche oder Weichteilverletzungen, sondern um industrielle Bauteile. Das Leobener Forschungsinstitut betreibt zwei Computertomografieanlagen. Die Objekte aus unterschiedlichen Werkstoffen – etwa Holz, Keramik, Kunststoff oder Metall – werden schritt‐ weise um 360° gedreht und dabei durchstrahlt. Es entsteht ein dreidimensionales Modell, das Schicht für Schicht betrachtet werden kann. Dadurch können wichtige Aussagen über die gesamte Struktur und insbesondere das Innere gewonnen werden, ohne das Produkt zu zerstören. Einzigartig: Anlaufstelle für Gießereitechnologie Das Österreichische Gießerei‐Institut Leoben ist als anwendungsbezogenes Forschungsinstitut Bindeglied zwischen Industrie und Universität. Es ist als Kompetenzstelle für die Gießerei‐ technologie in Österreich einzigartig und zählt zu den führenden Branchenforschungsinstituten in Europa. Die rund 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ÖGI optimieren sämtliche Gießverfahren und Prozessabläufe in Gießereien, simulieren Formfüllung und Erstarrung am Computer und stellen Gussprototypen her. Daneben führen sie Werkstoffprüfungen und Schadensfallanalysen für die Gussteile durch. AVL, MAGNA, Audi, BMW, Mercedes‐Benz und Porsche als Industriepartner 75 Prozent der entwickelten Produkte gehen in die Automobil‐ und Transportindustrie. Dabei geht es einerseits um die Entwicklung von Leichtbauteilen, um CO2 einzusparen, und auf der anderen Seite um die Entwicklung hochfester Werkstoffe. Der richtige Materialmix ist dabei besonders wichtig. Denn es ist entscheidend, an der richtigen Stelle den richtigen Werkstoff einzusetzen. Wichtige Industriepartner des ÖGI sind neben der heimischen Gießereibranche mit ihren österreichweit rund 50 Betrieben u.a. die deutschen Automobilhersteller Audi, BMW, Mercedes‐Benz und Porsche. Enge Forschungskooperationen des Instituts gibt es mit der AVL List GmbH, mit Magna, der Montanuniversität Leoben und dem Materials Center Leoben. © dieindustrie.at / Mathias Kniepeiss www.ogi.at 53

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